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본 연구는 신의 인식에 있어서 서양 철학사에 독특한 사상적 유산을 남긴 켄터베리의 대주교였던 안셀무스의 『프로슬로기온』 에 있어서의 신 인식의 통일성을 정초할 수 있는 총체적 이해를 목적으로 한다. 현대철학에 이르기까지 끊임없는 논쟁의 대상이 되는 『프로슬로기온』 에 대한 연구는 신 존재 증명의 유효성과 그 성공 여부에 집중한다. 이러한 연구의 극단적인 일면성은 『프로슬로기온』 의 전체 해석이라는 과제를 남긴다. 작품 전체 해석을 과제로 삼는 본 연구는 안셀무스 신 사유의 통일성의 조건인 동시에 장애물로 이해되는 그의 ‘오직 이성만으로’라는 방법학이 지닌 그 타당성의 범위를 밝히고자 한다. 이를 위해 한편으로는 『프로슬로기온』 이 전제로 하고 토대로 하는 『모놀로기온』 에서의 신의 이성적 인식과의 연계성과, 다른 한편으로는 『프로슬로기온』 전체 논증 구조를 규명하므로써 그의 신 사유의 통일성을 근거짓는다. 이와 더불어 소위 신 존재 증명으로 축소되어 이해되는 『프로슬로기온』 에 대한 재 조명의 계기를 마련하고 더 나아가서는 ‘단 하나의 논증’의 사상적 발견이라고 할 수 있는 신 존재 증명이 개방하고자 하는 궁극적 지평에 대한 이해를 돕고자 한다. 사상의 통일성과 인식의 총체성에 관심을 기울이는 본 연구는 따라서 『프로슬로기온』 전체 논증의 흐름과 인식 전개의 리듬과 과정의 구조에 특히 주목한다.


Die Diskussionen um das “Proslogion” Anselms setzen überwiegend argumentationsperspektivistisch bei seinen berühmten Gottesbeweisen an und konzentrieren sich dabei auf die Prüfung der einzelnen Argumente und die Gültigkeit der Beweise als solche. Dementsprechend bilden die Beweiskapitel den Gegenstand der Betrachtung. In Anselms Werk jedoch nehmen die Beweise des Seins Gottes keine Abschlussgestalt für das Ganze ein, sondern sind vielmehr als Eröffnung für das Ganze zu betrachten. Der Beitrag ist ein Versuch dieses Eröffnende und Eröffnete, auf den gesamten Horizont der Gotteserkenntnis im “Proslogion” hin, zu beleuchten. Dabei werden zwei Aufgaben zur Ermöglichung der Grundlage einer ganzheitliche Interpretation des Werkes auf sich genommen, welche Ziel dieses Beitrages ist-Einerseits methodisch die Tragweite des Grundprinzips „sola ratione“ und dessen Methodik „unum argumentum“ und andererseits strukturell die Verhältnisbestimmung der zueinander scheinbar im Widerspruch stehenden Erkenntnisvermögen von ‘fides’, ‘ratio’ und ‘affectus’ zu untersuchen. So spannt sich ein Problemfeld, in das die Erkenntnis-und Reflexionsprozesse der Vernunfterkenntnis nach ihrer Teilhabe an den genannten Seelenvermögen eingeschlossen sind. Dadurch wird das Ziel des Beitrags erreicht, die in der bisherigen Forschung vernachlässigte systematische Einheit der Gotteserkenntnis im “Proslogion” sowohl von seiner Methodik und Struktur als auch von der notwendigen Verwobenheit der beiden her zu begründen. Im Beitrag wird die Interpretation dargelegt, dass die verschiedenen Seelenvermögen ihre Einheit im Personsein dadurch begründen, indem diese sich im Erkenntnisprozess am Begriff des ‘unum argumentum’, nämlich ‘etwas, über dem kein größeres gedacht werden kann’ (aliquid, quo non maius cogitari possit) orientiert und sich daran als an ein bereits Erkanntes erinnert. Der Begriff Gottes als ‘aliquid, quo non maius cogitari possit’ läßt sich demnach als der Gedächtnisort und zugleich der Ort der Verwirklichung der Einheit des Selbstbewußtseins der Seele als Person beschreiben. Dies bestimmt die ‘personale Stuktur der Gotteserkenntnis’ im “Proslogion” und dennoch ist sie ohne die im “Monologion” bereits geleistete Vernunfterkenntnis nicht möglich, zu der notwendig der Begriff der ‘fides’ und die Person gehören. Damit erfahren die Wendungen und Umkehrungen, die das “Monologion” im Wesentlichen für die Ausrichtungen der Intentionen der ‘ratio’ darstellt, dann im “Proslogion” ihre für das Verhalten der verschiedenen Seelenvermögen wie ‘fides’ und ‘affectus’ insgesamt bedeutsame Ausprägung.