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Dieser Aufsatz hat versucht, das Geschichtsbild des Holocausts und der Kriegsverbrechen während der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur und des 2. Weltkrieges in den deutschen Schulgeschichtsbüchern zu untersuchen, die seit 1980 bis heute erschienen sind. Dabei wurde dieses Geschichtsbild mit jenem verglichen, das in den Schulgeschichtsbüchern vor 1980 vorherrschte. Das Leitbild der Schulgeschichtsbücher von 1950/60 war die nationale Enttäuschung durch die Niederlage des Krieges. Hauptschuld der Kriegsniederlage trage Hitler und das Regime, während das Volk als Opfer der Nazidiktatur und des Krieges dargestellt wurde. Die Schulgeschichtsbücher von 1960/70 sind insofern deutlich progressiver, als sie den Holocaust und andere Kriegsverbrechen konkreter darstellen. Aber das deutsche Volk wird unverändert als Opfer des Krieges und Nazidiktatur dargestellt. Vor allem das Volk wußte angeblich nichts vom Holocaust und den Kriegsverbrechen. Die Schulgeschichtsbücher nach 1980 bis heute scheinen das alte Problem fast gelöst zu haben. Sie stellen den Prozeß des Holocausts vom Anfang an bis zur Massenvernichtung deutlich ausführlicher dar. Sie stellen auch dar, daß die 'Kriegsgeneration' schon von dem Kriegsverbrechen wußte, und fordern daß die nachfolgende Generation die Verantwortung für die Wahrheit und die richtige Erinnerung trägt. Daß die Deutschen die Geschichte der Nazidiktatur und des Holocausts heute als 'Schande' empfinden, und daß dies ein Bestandteil der deutschen 'Identität' geworden ist, ist feststellbar. Geschichtsdidaktisch sind in diesen Schulgeschichtsbüchern viele Quellen von den 'Erfahrungen' der Opfern und Tätern enthalten, so daß die Schüler selbst das Geschichtsbild konstruieren können. Die neueren geschichtsdidaktischen Darstellungen des Massenmordes und des Krieges sind auch für Konzeption koreanischer Geschichtslehrwerke sehr hilfreich.