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Im Deliktsrecht sollen Rechte und Rechtsgüter nicht nur nach der Verletzung durch Schadensersatzansprüche sondern auch präventiv gegen drohende Verletzung durch Unterlassungs- und Beseitigungsansprüche geschützt werden. Während das koreanische Bürgerliche Gesetzbuch die Regelung über Schadensersatzansprüche der Geschädigten gegenüber den Schädigern in §§ 750 ff. hat, hat es keine Regelung über Unterlassungs- und Beseitigungsansprüche im Bereich des Deliktsrechts. Demgegenüber sieht es Unterlassungsansprüche und Beseitigungsansprüche im Fall der Besitzstörung(§§ 205, 206), der Beeinträchtigung des Eigentums(§ 214) und der dinglichen Rechten(§§ 290, 301, 319, 370) vor. Darüber hinaus sind die solchen Ansprüche spezialgesetzlich geregelt. In der vorliegenden Arbeit wird die Frage behandelt. ob und aus welchen Gründen der Abwehranspruch im Bereich des Deliktsrecht im koreanischen Bürgerlichen Gesetzbuch anerkannt werden kann und welche Voraussetzungen für Unterlassungs- und Beseitigungsansprüche erforderlich sind. Insbesondere stellt sich die Frage, ob sich der Abwehranspruch auf die Fälle der Verletzung der Forderungsrechte bzw. Beeinträchtigung der Rechte am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb erstrecken kann. Bislang haben die herrschende Meinung und die Rechtsprechung die Abwehransprüche in Fälle der Verletzungen der absoluten Rechten wie Persönlichkeitsrechte bejaht. Im Jahre 2010 hat die koreanische höchstrichterliche Rechtsprechung den deliktischen Abwehranspruch bejaht. Diese Beurteilung des höchstrichterlichen Gericht ist für die Frage in Bezug auf den deliktsrechtlichen Abwehranspruch von besonderer Bedeutung. Anders als der deliktische Schadensersatzanspruch kommt es beim deliktischen Abwehrbegehren auf ein Verschulden nicht an. Voraussetzungen für einen Beseitigungsanspruch sind ein objektiv rechtswidriger, beeinträchtigender Eingriff und eine Fortdauer der Beeinträchtigung. Die Beeinträchtigung darf nicht in der Vergangenheit abgeschlossen sein, sondern sie muss fortdauren. Eine Wiederholungsgefahr ist für den Beseitigungsanspruch, anders als beim Unterlassungsanspruch, nicht erforderlich. Freilich ist es zu beachten, dass der Rechts- oder der Rechtsgutinhaber die erste Verletzung abwarten muss. Vielmehr ist anerkannt, dass der Unterlassungsanspruch auch bei Vorliegen einer sog. Erstbegehungsgefahr geltend gemacht werden kann. Mit dem Unterlassungsanspruch werden künftige rechtwidrige Eingriffe abgewehrt. Darüber hinaus ist die Interessenabwägung zwischen dem Berechtigten und dem Störer zu berücksichtigen. Insgesamt lässt sich feststellen, dass nach heutiger Rechtslage sämtliche Rechte und Interessen, die den Schutz des Deliktsrechts genießen, durch präventiv wirkende Abwehransprüche gegen drohende Eigriffe abgeschirmt sind.