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Diese Arbeit macht W. Benjamins Passagenwerk zum Untersuchungsgegenstand und versucht, das kritische Potenzial der Moderne aus seinen notizhaften Betrachtungen der Phantasmagorie der Traumhäuser, der Passagen, der Warenhäuser, der Börsen, den Weltausstellungen usw., im Paris des 19. Jahrhunderts herauszuarbeiten. Die provisorisch aus den damals neu in die Architektur eingeführten Materialien Glas und Eisen gebildeten Häuser, die für die moderne Zeit charakteristisch werden sollten, sind Benjamin zufolge von einem kapitalistischen Zauber gefangen. Seine kritischen Auslegungen der sogenannten "Traumhäuser" und der "träumenden Masse" lassen sich dabei als Versuche der Entzauberung eines Mythos verstehen, der sich zu Ende des 19. Jahrhundert schon über Europa hinaus nach Amerika und Japan zu erweitern begonnen hatte. Im Zeichen der heutigen kritischen Provinzialisierung der europäischen Geschichte, die einmal als Paradigma der Universalgeschichte gegolten hatte, versucht die vorliegende Arbeit, Benjamins Aktualität im Zeitalter der Globalisierung anhand seiner Methode der kritischen Entzauberung zu zeigen.