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Nach lexikalische Definition ist die Allegorie im Gegensatz zum Symbol ein bloßes arbitrales Zeichen. In der Allegorie fällt die organische Kohärenz zwischen Signifikant und Signifikat, die die Struktur des Symbols bestimmt, aus und an deren Stelle tritt eine reine Beliebigkeit, die natürlich die Willkür des Dichters bei der Kombination von Zeichen und dessen Bedeutung zur Folge hat. Winckelmann, der den Begiff der Allegorien behauptete, um auf das grichischen Altertums zurückzukehren, sagte folgendes: Durdh die Einfalt entsteht die Deutlichkeit, welche jedoch verhältnisweise zu nehmen ist, und man kann nicht fordern, dass einem ganz ungelehrten Menschen ein Gemälde bei dem ersten Anblicke völlig verständlich werde. Deutlich aber wird das allegorische Bild sein, wenn es eine nahe Beziehung auf das Abzubildende hat. Im Gegensatz zu Winckelmann, scheidete die Allegorie der neueren Zeit von dem Symbol des Altertums unter. Die Arbitrarität bei der Allegorie der barocken Dramen wird von W. Benjamin in seinem Buch Ursprung des deutschen Trauerspiels genau übernommen. Das zeigt sich klar in seiner Äußerung. „Jede Person, jedwedes Ding, jedes Verhältnis [in einem Wek] kann ein beliebiges anderes bedeuten.‟