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진리의 근거를 외적인 권위에서가 아니라 진리에 대한 개인의 내면적 확신에서 찾는 종교개혁적 통찰은 과거 로마 가톨릭 보여주었던 중앙집권적 종교체제가 아니라 탈중심적인 현대 유럽 사회의 종교적 다원주의를 유발시켰던 근본적 추동력이었다. 그러나 진리에 대한 개인의 내면적 확신이라는 종교개혁적 원리는 다양하게 분기된 진리주장으로서의 종교적 확신을 유의미한 것으로 근거지우는 하나의 보 편적이고 포괄적인 공동의 진리지평을 통해서만 진리주장으로서의 타당성을 확보할 수 있게 되고, 그럼으로써 종교적 다원주의로 인해 야기되는 혼란과 대립, 갈등과 반목을 해소할 수 있는 근거를 얻게 된다. 다원주의 사회의 발생에 결정적으로 기여한 종교개혁적 통찰은 하나님 자신에 의해 이루어지는 내적인 진리의 확신과 그로부터 파생되는 인간적 산물로서의 외적 제도를 구분하는 데 근거한다. 그러나 개개인의 내면적인 진리의 확신이 인간의 능동적 처분을 넘어서 있음에 따라 언제나 수동적인 방식으로만 주어지는 것일 때, 우리는 그러한 진리의 확신이 다른 이들에게도 가능하다는 사실을 승인할 수 있다는 입장에 이르게 되며, 나아가 그러한 관용의 태도는 진리 내지는 진리에 대한 확신을 상대화하는 방식으로가 아니라 철저히 그러한 진리의 확신 가운데 머물러 있는 방식으로 실현된다. 관용에 대한 이러한 이해는 진리에 대한 확신의 임의적 처분 불가능성에 반하는 모든 형태의 비관용에 대한 근본적 비판을 함축할 뿐 아니라, 각각의 진리확신에 근거하여 생성된 서로 다른 삶의 원리 및 방향설정 가운데 존립하는 제반 구성체들 간의 대화를 통해 서로 간의 차이를 확인하고 그럼으로써 자신의 정체를 확인하되, 나아가 하나의 공통된 근거나 토대를 추구하는 것이 아니라 서로 간의 차이와 다양성안에서 자신의 진리확신에 근거한 공동의 목표를 함께 추구해 나가야 한다는 것을 아울러 말해 주는 것이다.


Die reformatorische Einsicht, die den Grund der Wahrheit nicht an der äußeren Autorität, sondern an der inneren Gewissheit der Wahrheit findet, war der entscheidende Impetus, der den religiösen Pluralismus der modernen polyzentrischen europäischen Gesellschaft an die Stelle der monozentrischen Religionssystem gestellt hat. Aber dasjenigereformatorische Prinzip der inneren Wahrheitsgewissheit gewinnt seine Geltung nur durch einen allgemeinen, umfassenden und gemeinsamen Wahrheitshorizont, der die religiösen Gewissheiten als vielfältige Wahrheitsansprüchen sinnvoll begründen kann, und dadurch kann. Durch diese Beziehung auf einen gemeinsamen Wahrheitshorizont, der den ungeschichtlichen Perspektiven zugrundeliegt, aber sie auch begründet, gibt es die Möglichkeit, Verwirrung und Konflikt, Konfrontation und Antagonismus zu überwinden. Die reformatorische Einsicht basiert auf der Unterscheidung zwischen der von Gott selbst konstituirten inneren Wahrheitsgewissheit und den daraus abgeleiteten äußeren Institutionen als menschlichen Produkten. Wenn die Wahrheitsgewißheit der Einzelpersonen immer nur passiv gegeben wird, da sie die menschliche Verfügbarkeit transzendiert, so ist daraus auch zu folgen, dass solche Gewissheit auch den anderen möglich sei. Toleranz gegenüber anderen Relgionen vollzieht sich nicht in der Relativierung der Wahrheit bzw. Wahrheitsgewissheit, sondern dergestalt, dass die Einsicht in die Konstitution der eigenen Wahrheitsgewißheit(und in ihrer Kritisierbarkeit) eine analoge Konstitution von Wahrehitsgewißheit auch bei anderen unterstelle. Dieses Verständnis der Toleranz nicht nur beinhaltet die grundlegende Kritik aller Arten Intoleranzen, die der Unverfügbarkeit der Gewissheit der Wahrheit widerspricht, sondern besagt auch, dass man durch das Gespräch zwischen unterschiedlichen religiösen Gemeinschaften, die auf Grund der in der jeweiligen Wahrheitsgewissheit verankerten verschiedenen Lebensprinzipien und Basisorientirungen bestehen, die eigene Identität in Beziehung auf anderen Identitäten formalisieren kann. Nicht ein Konsensus über einen gemeinsamen Grund sondern das Anstreben gemeinsamer Ziele, der jeder auf Grund seiner eigenen Identität begründet, eröffnet eine Gemeinschaft tolerantes Zusammenlebens, d. h. ein Zusammenleben in dialogischer Differenz.