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Die Gemeinde ist Trägerin selbstverwaltungstypischer Hoheitsrechte. Sie besitzt als Ausfluß der Allzuständigkeit und Eigenverantwortlichkeit die Gebietshoheit. Die Gebietshoheit ist ein vom Staat abgeleitetes Recht, das alle Personen und Gegenstände im Gemeindegebiet umfaßt. Hiernach ist jede Person und jede Sache, die sich im Gemeindegebiet befindet, der Rechtsmacht der Gemeinde unterworfen. Deswegen ist das Gemeidegebiet als wesentlicher Bestandteil im kommunale Selbstverwaltung bedeutend, gehört die Gebietshoheit insoweit zum Kernbereich der verfassungrechtlichen garantierten Selbstverwaltung, als sie die örtliche Zuständigkeit der Gemeinde zur Erfüllung kommunaler Aufgaben innerhalb Gemeindegrenzen garantiert. Aber die verfassungrechtliche Selbstverwaltungsgarantie garantiert die Institution “Gemeinde” als solch. Die einzelnen Gemeinden haben keine ausdrüchkliche Garantie ihres Gebietsstandes. Infolgedessen sind die kommnale Gebietsreformen trotz der verfassungrechtlichen Selbstverwaltungsgarantie durch Gesetz möglich, nur die verfassungrechtlichen Grenzen von Selbstverwaltungsgarantie gibt. In der Diskussion über kommunale Gebietsreformen deshalb stellt sich zunächst die Frage, welcher Zweck mit ihnen verfolgt wird und ob normative Grenzen befolgt wird. Der Zweck einer kommunalen Gebietsreform soll dem Gemeinwohl dienen, dabei gilt einfache Verwaltungswirksamkeit nicht. Darüber hinaus soll die kommunale Gebietsreform die verfahrensrechtliche Garantie, d.h. die Anhörung der betreffenden Gemeinde vor der Reform voraussetzen. Trotz dieser normativen Grenzen, sind die jetztigen Diskussionen über kommunalen Gebietsreformen mit dem wesentlichen Zweck der Verwaltungswirksamkeit ohne die verfahrensrechtliche Rücksicht verfolgt wird. In solche Hinsicht haben die jetztigen kommunalen Gebietsreformen viele rechtliche Probleme.