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In der vorliegenden Arbeit wird erörtert, dass sich der Texthaftigkeit und die globale Textstruktur eines literarischen Textes durch die chaotischen bzw. komplexen Aspekte der Makro- sowie Mikrostruktur des Textes manifestieren. Der Erzähltext “Das Schloß” ist nicht einfach zu rezeptieren, und zwar vor allem deswegen, weil dieser Text weder einen wahrscheinlichen sowie üblichen Plot noch eine leicht nachvollziehbare Themenstruktur darstellt. Dabei wird u. a. die Selbstähnlichkeit des Leitmotives “Abbrüches” bzw. der “Barriere” von dem Text “Dem Schloß” im Vordergrund gestellt, um die Globalität und Selbstorganisation des Erzähltextes zu erklären. Die globale Textstruktur des Textes ist nämlich durch das ständig rekurrierende Leitmotiv zu rekonstruieren, das auf jeder Ebene innerhalbe sowie außerhalb des Textes vorhanden, aber beim linearen Lesen nicht leicht zu finden ist. Die globale Textstruktur wird dadurch nicht als ein Festgestelltes, was in Form von Themenstruktur oder einem semantischen bzw. lexikalischen Netz zu geben ist, sondern als das, was sich erst durch ständige kommunikative Interaktionen von Textproduzierenden und -rezipierenden ergibt, erklärt.