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Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, eine Ästhetik des Digitalen zu konstituieren. Dabei stellt sie die Geschwindigkeit, die seit dem 19. Jahrhundert für das neue Paradigma der modernen Kunst bestimmend ist, .als ästhetische Kategorie in den Vordergrund. Es wird also versucht den Beschleunigungsprozess der Bilder von der Photographie zur digitalen Kunst evolutionär aufzufassen, um dadurch den revolutionären Wandel der Kunst im digitalen Zeitalter besser erklären zu können. Im ersten Teil wird die Geschwindigkeit als Mythos der Moderne betrachtet. Im Großstadtraum wie z.B. in Berlin kollidiert die menschliche Geschwindigkeit mit der maschinellen. Daraus ergibt sich die montagehafte Wahrnehmung der Wirklichkeit, die ihren Ausdruck im Film als einem Medium der Geschwindigkeit findet. Die Arbeit am Fließband programmiert den Menschen auf maschinelle Geschwindigkeit. Die Mechanisierung der Bewegung manifestiert sich als Beschleunigung der Zeit, auf der die Beschleunigung der Bilder in Film und Medienkunst basiert. Durch die maschinelle Geschwindigkeit wird der physikalische Raum aufgelöst und die beschleunigte Zeit bzw. die Techno-Zeit arrangiert die realen Bilder zu virtuellen Bildern wie in Film und digitaler Kunst. Der zweite Teil der vorliegenden Arbeit zeigt, wie die Geschwindigkeit besonders in Film und digitaler Kunst durch die Beherrschung von Zeit und Raum ästhethisiert wird. Der Film spielt mit Zeit und Geschwindigkeit, um die Illusion von Bewegung hervorzurufen. Der digitale Raum, der durch Omnipräsenz und Simultanität gekennzeichnet ist, versteht sich als die Potenzierung der Entkörperlichung und Entwirklichung durch die Geschwindigkeit, auf der die Simulierung einer virtuellen Realität begründet ist.