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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der angewandten Gesprächsforschung und ihren Anwendungsfeldern. Die angewandte Gesprächsforschung entstand seit Mitte der 80er Jahre aus der wissenschaftlichen Gesprächsforschung, die sich in mehreren Varianten und unter ver- schiedenen Bezeichnungen als eigenständige Teildisziplin innnerhalb der Sprachwissenschaft etabliert hat. Das Ziel der wissenschaftlichen Gesprächsforschung ist die Erforschung der Organisationsprinzipien mündlicher Kommunikation und der Regularitäten kommunikativen Handelns in Gesprächen. Die angewandte Gesprächsforschung untersucht Gespräche mit dem Anspruch, ihre Forschungsergebnisse der Praxis zur Verfügung zu stellen. Ihr besonderes Interesse gilt Gesprächen in institutionellen und beruflichen Zusammenhängen. Die Arbeitsweisen der angewandten Gesprächsforschung bestehen aus i) der empirischen Dokumentation authentischer Gespräche, ii) deren Analyse, d. h. der Identifikation von Kommunikationsproblemen, iii) der Ausarbeitung des Alternativenspektrums und der Erprobung neuer Verhaltensweisen und iv) der gesprächsanalytischen Evaluation, d. h. der Erprobung in der Praxis und in erneutem Training. Die Methodik gesprächsanalytisch fundierter Kommunikationsberatung und gesprächsanalytisch fundierten Kommunikationstrainings werden in vielen Praxisfeldern erprobt. Überwiegend ist dabei professionelles Gesprächsverhalten Gegenstand der Trainings. Die Trainingsschwerpunkte liegen in den folgenden Gebieten: Unternehmens- bzw. Wirtschaftskommunikation, Medizinische Kommunikation, Bürger-Verwaltungs-Kommunikation, Beratungsgespräche, Schulische Kommunikation und Interkulturelle Kommunikation.