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Korea nimmt in der Geschichte des Druckens eine Sonderstellung ein. Schon lange vor Gutenberg fand hier die Erfindung des Druckens statt. Vom 13Jahrhundert an druckten Koreaner mit gegossenen Einzeltypen aus Metall. Die am längsten erhaltenden Metall-Lettern in Korea werden ´jikji´ genannt. Sie wurden erstmals um 1377 angefertigt. In Korea blieb dieses aufwändige Druckverfahren aber auf religiöse Texte und auf Dokumente der Regierung beschränkt. Im Gegensatz dazu machte Gutenbergs Presse das Drucken rentabel und dadurch kommerziell verwertbar. Gutenbergs Metalldruck hat einen großen Einfluss auf die Kulturgeschichte der Menschheit ausgeübt. Aber es ist unklar, ob es seine eigene Erfindung war oder ob er Kunde von den frühen Erfindungen in Asien hatte. Manche asiatische Wissenschaftler behaupten, dass Gutenberg von dem koreanischen Metalldruck beeinflusst war. Beweise gibt es dafür aber nicht. Immerhin ist es möglich, dass niederländische Händler noch vor Gutenberg Informationen über die koreanische Metalldrucktechnik von ihren Handelsreisen über die Seidenstraße mit nach Hause gebracht hatten. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts waren viele westliche Delegationen, Missionare,Händler und Reisende im riesigen Reich der Mongolen unterwegs. Sie führten von dort Geldscheine, Spielkarten und asiatische Malerei nach Europa ein. Der damals schon blühende kulturelle Austausch zwischen Ost und West könnte die Erfindung der beweglichen Metall-Lettern, wie sie Korea bereits kannte, nach Deutschland gebracht haben.